Zazen ist die Meditation im Sitzen, durch die Buddha vor 2.600 Jahren erleuchtet wurde. Die Methode folgt dabei keinen strengen Regeln, auch wenn Zen-Meister ihr Wissen an Schüler weitergeben. Vielmehr lehren sie, mit der Natur in Kontakt zu bleiben und die Verbindung mit der Erde zu erneuern. Dabei verfolgt man kein genaues Ziel, denn dieses ist immer vom gegenwärtigen Augenblick und der ganz persönlichen Wahrnehmung abhängig.
Mit der Meditation soll man alle äußeren Einflüsse hinter sich lassen und ganz zu sich selbst finden. So kann man den Moment und das pure Leben empfinden.
Meditation schenkt neue Freiheit
Du fragst dich, was dir die Meditation bringt? Viele beschreiben es als ein Gefühl von Freiheit. Und das auf verschiedene Art und Weise.
In der heutigen Zeit sind wir nur selten ganz wir selbst. Wir gehen zur Arbeit, kümmern uns um Freunde und Familie, haben Termine, Verpflichtungen und setzen uns selbst am meisten unter Druck. Die Meditation ist ein Weg aus dieser Spirale und wird deine Sicht auf all diese Dinge nachhaltig verändern. Musst du wirklich alle Aufgaben immer allein übernehmen? Welches Umfeld tut dir gut? Machst du dir zu viele Gedanken? Studien belegen viele positive Effekte durch die Meditation. Man wird entspannter, konzentrierter, kann selbstbewusster Entscheidungen treffen und sogar gesundheitlich profitiert man von Zazen.
Zazen kann wirklich jeder praktizieren, man muss sich nur drauf einlassen. Damit der Einstieg für dich einfacher wird, haben wir hier noch ein paar Tipps für dich.
Probiere es doch selbst einmal aus:
1. Wähle einen passenden Ort
2. Benutze ein Kissen
3. Achte auf die Körperhaltung
4. Fokussiere deine Gedanken
5. Beginne langsam
6. Praktiziere Zazen regelmäßig
1. Wähle einen passenden Ort
Das wichtigste ist, dass du dich dort wohl fühlst. Wenn du es zuhause machst, sollten dich nicht zu viele Dinge ablenken.
In der Natur ist es optimal, jedoch nicht immer möglich. Durch Kerzen oder Räucherstäbchen schaffst du eine angenehme Atmosphäre und kannst du deine Wahrnehmug lenken.
2. Benutze ein Kissen
Ein Zafu ist ein Meditationskissen, welches in verschiedenen Höhen und Härten verfügbar ist. Das hängt von deiner bevorzugten Sitzposition ab – ob im Lotussitz, im halben Lotussitz oder gar im Fersensitz. Welche Position ist für dich am bequemsten?
3. Achte auf die Körperhaltung
Das Becken ist nach vorne geneigt, die Wirbelsäule aufgerichtet und die Schultern sind entspannt. Deine Knie berühren die Erde und dein Scheitel ragt gen Himmel. Die linke Hand ruht in der rechten Hand, die Handflächen zeigen ebenfalls zum Himmel und die Daumen berühren sich. Deine Augen sind halb geschlossen, dein Blick ist auf den Boden gerichtet.
4. Fokussiere deine Gedanken
Du konzentrierst dich auf deine Haltung und achtest auf deine Atmung. Sie ist tief, ruhig und gleichmäßig. Durch die Fokussierung auf deinen Körper kommen deine Gedanken zur Ruhe oder werden zeitweise komplett unterbrochen. Selbst Unterbewusstes kann sich lösen. Vielleicht klappt es nicht direkt beim ersten Mal, doch mit der Zeit kannst du bewusster abschalten.
5. Beginne langsam
Für den Anfang sind 5 Minuten völlig ausreichend, denn die ungewohnte Sitzposition ist zu Beginn recht gewohnungsbedürftig. Mit der Zeit kannst du dich jedoch steigern. Nutze einen Gong, eine Klangschale oder auch einen nicht zu schrillen Wecker, um die Meditation einzuleiten und zu beenden.
6. Praktiziere Zazen regelmäßig
Die stete Wiederholung ist besonders wichtig. Nur mit etwas Disziplin und Geduld kann Zazen wirklich funktionieren. Nimm dir die Zeit und plane es fest in deinem Tagesablauf ein, zum Beispiel am Morgen oder vor dem Schlafengehen.